60m-Band, 50 MHz, 70 MHz

60m-Band freigegeben

Die letzte Weltfunkkonferenz (WRC 2015) hat dem Amateurfunkdienst ein neues, 15 kHz schmales Segment auf sekundärer Basis zwischen den Frequenzen 5351,5 kHz und 5366,5 kHz gemäß Artikel 5 in der Vollzugsordnung-Funk der ITU zugewiesen. Eine Fußnote darin begrenzt die auf einen isotropen Strahler bezogene Strahlungsleistung auf 15 Watt EIRP.

 Mit dem am 21. Dezember 2016 publizierten Amtsblatt der Bundesnetzagentur (BNetzA) wird die sofortige Nutzung des 60-m-Bandes für Inhaber einer Zulassung zum Amateurfunkdienst der Klasse A ermöglicht.

Auf folgende Nutzungsbedingungen ist zu achten: maximale Strahlungsleistung 15 Watt EIRP, max. Bandbreite der Aussendung 2,7 kHz, alle Sendearten.

Sekundäre Nutzung des Frequenzbandes 5351,5 kHz bis 5366,5 kHz heißt, dass ein primärer Nutzer in diesem Frequenzband durch Aussendungen von Funkamateuren nicht gestört werden darf; ggf. ist Frequenzwechsel oder sogar Einstellung der eigenen Aussendung erforderlich.

Obwohl das 60-m-Band sehr schmal ist, sind auch SSB-Aussendungen möglich. Hintergrund dafür ist, dass Funkamateure sich auch so auf eine eventuelle Unterstützung der Kommunikation in Not- und Katastrophenfällen in diesem Frequenzbereich vorbereiten können.

Ein vorläufiger Nutzungsplan der IARU Region 1 empfiehlt folgende maximale Bandbreite und Unterteilung:

 In Anlehnung an die Praxis in den Ländern, die bisher schon durch eine nationale Regelung nach Artikel 4.4 der VO-Funk einen Amateurfunkbetrieb ermöglichten, empfiehlt die IARU Region 1 für SSB-Sprachbetrieb das obere Seitenband (USB) zu verwenden. Dabei ist dringend darauf zu achten, dass alle Anteile einer Aussendung des oberen Seitenbandes innerhalb des Bandes liegen.

 Für SSB-Betrieb in Stellung „oberes Seitenband, USB“ ist dann 5363 kHz die höchste einzustellende Anzeige der VFO-Frequenz (Dial Frequency). Für Digimode-Aussendungen gilt Sinngemäßes, hier muss die Addition von VFO-Frequenzanzeige und Frequenz des eingespeistem niederfrequenten Signals der Soundkarte unter oder maximal gleich 5366,5 kHz bleiben.



Neue Nutzungsregelung 2017 für 50 MHz

In der Mitteilung 34/2016 hat die Bundesnetzagentur erneut die gewohnten Regelungen zur Nutzung des 6-m-Bandes in Kraft gesetzt, die auch im Jahr 2015 durch den Amateurfunkdienst genutzt werden durften. Die wichtigsten Parameter betreffen die Verwendung von auf 25 W ERP (Strahlungsleistung) auf jetzt wieder 25 W PEP (Senderausgangsleistung) und die fortgesetzte Nutzung eines erweiterten Frequenzbereichs ab 50,030 MHz. Auch andere Festlegungen, nämlich „alle Sendearten, maximale Bandbreite der Aussendungen 12 kHz, nur horizontal polarisierte Antenne“, werden mit der jetzigen Befristung – bis Ende 2017 – verlängert.

Nutzungsbestimmungen

Zugelassene Sendearten: Alle Sendearten
Maximal zulässige belegte Bandbreite
einer Aussendung: 12 kHz
Maximale Sendeleistung: 25 Watt PEP
Antennenpolarisation: horizontal

Wichtig:

Über den Sendebetrieb sind Aufzeichnungen mit folgenden Angaben zu führen:

Datum, Uhrzeit, Frequenz, Modulationsart, Leistung, ggf. Antennenrichtung, Rufzeichen der Gegenstation bei Kontakt, Unterschrift des Rufzeicheninhabers.

Den Wortlaut der Mitteilung Nr. 34/2016 findet ihr hier:

Mitteilung Nr. 34/2016


70-MHz-Freigabe in 2017

In Abstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) wird im Amateurfunk die vorübergehende Nutzung des Frequenzbereichs 70,150 - 70,180 MHz ab sofort bis zum 31. August 2017 unter den nachfolgenden Nutzungsnestimmungen geduldet.

Den genauen Text könnt ihr hier nachlesen: Mitteilung Nr. 384 / 2017